EINKOMMENSTEUER: Grundfreibetrag 9000€. Erst ab dieser Summe müssen ledige Erwachsene ihr Einkommen versteuern. Ab 9001€ wird mit 14% jeder weitere € versteuert. Da die Einkommensteuer einen linear progressiven Belastungsverlauf aufweist, steigt mit jedem zusätzlich verdienten Einkommens € der Steuersatz an. Der Spitzensteuersatz, der seit 2005 bei 42% liegt, wird bei einem Einkommen von 53.666€ (Stand 2017) (107.332€ bei gemeinsam veranlagten Ehepartnern) erreicht.

 

Bei Ehepaaren und eingetragenen Lebenspartnerschaften verdoppelt sich der Betrag auf 18 000€. Dazu kommt evtl. der Kinderfreibetrag von 7428€. Bei Eltern bleibt dieser Betrag pro Kind und Jahr ebenfalls steuerfrei.

 

KINDERGELD: Für die ersten beiden Kinder gibt es je 194€ pro Monat, beim dritten Kind sind es 200€. Je weiteren Kind 225€. Allerdings kann Kindergeld künftig nur noch für sechs Monate rückwirkend beantragt werden.

 

KRANKENVERSICHERUNG: Der Zusatzbeitrag sinkt im Durchschnitt aller Krankenkassen von 1,1 auf 1,0 % des Bruttolohns. Die Summe wird zum festen Beitragssatz von 14,6 % addiert.

 

HARTZ IV: Der Regelsatz für alleinstehende Hartz-IV-Empfänger steigt auf 416€ pro Monat. Bei Paaren gibt es künftig 374€ pro Person. Die monatlichen Sätze für Kinder steigen abhängig vom Alter um 3 bis 5€.

 

RENTE 1: Der Beitragssatz für die gesetzliche Rentenversicherung sinkt zum 1. Januar von 18,7 auf 18,6 %.

 

Im Juli dürfen dann die rund 21 Millionen Rentner mit deutlich mehr Geld rechnen. Erwartet werden 3%.

 

2: Wer ab 2018 eine Erwerbsminderungsrente bezieht, weil er aus Gesundheitsgründen nicht mehr arbeiten kann, wird bessergestellt.

 

Bisher galt als hätten sie bis zum 62. Lebensjahr gearbeitet. Diese Grenze wird nun stufenweise bis zum Jahr 2024 auf 65 Jahre angehoben.

 

3: Damit Betriebsrenten für kleine und mittlere Unternehmen attraktiver werden, entfällt zum Jahreswechsel das Haftungsrisiko für die Arbeitgeber. Den Beschäftigten muss kein fester Betrag mehr zugesichert werden. Darüber hinaus wird den Arbeitgebern ein Steuerzuschuss gewährt, wenn sie Geringverdiener bei den Betriebsrentenbeiträgen unterstützen.

 

Für die Bezieher einer Grundsicherung im Alter gibt es Freibeträge von bis zu 200€ für Betriebs- und Riester-Renten.

 

4: Die staatliche Grundzulage für Riester-Sparer steigt von 154€ auf 175€. Dieser Zuschuss zur privaten Altersvorsorge wird gewährt, wenn mindestens vier Prozent des jährlichen Bruttoeinkommens in ein zertifiziertes Riester-Produkt fließen. Wer kann das schon?

 

SOZIALVERSICHERUNG: Die Bemessungsgrenze, bis zu der Beiträge auf Arbeitsentgelt oder Rente zu zahlen sind, steigt bei der Rentenversicherung auf monatlich 6500€ in Westdeutschland sowie auf 5800 € im Osten.

 

Krankenversicherung: Beitragsbemessungsgrenze 4425€ pro Monat. Die Pflicht zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung gilt ab 2018 bis zu einem monatlichen Einkommen von 4950€.

 

MINDESTLOHN: Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt in Westdeutschland und Berlin von 10,20€ auf 10,55€; im Osten von 9,50 auf 10,05€.

 

Im Elektrohandwerk liegt die Lohnuntergrenze künftig bundesweit bei 10,95€. Der branchenunabhängige, gesetzliche Mindestlohn verharrt unverändert bei 8,84€.

 

LOHNGLEICHHEIT: In Betrieben mit mehr als 200 Beschäftigten können Arbeitnehmer künftig Informationen darüber einfordern, wie ihre Kollegen für eine gleichartige Tätigkeit bezahlt werden.

 

MUTTERSCHUTZ: Auch Schülerinnen und Studentinnen können künftig Mutterschutz in Anspruch nehmen. Wie üblich gilt eine sechswöchige Schutzfrist vor der Geburt, in der die werdende Mutter nicht mehr arbeiten muss, sowie ein achtwöchiges Beschäftigungsverbot nach der Entbindung.

 

Bei der Geburt eines behinderten Kindes verlängert sich diese Frist von acht auf zwölf Wochen. Gleichzeitig soll es aber auch Ausnahmen geben, wenn die Betroffene das möchte. Es soll auch keine Arbeitsverbote mehr gegen den Willen der Schwangeren geben.

 

UNTERHALT: Bei minderjährigen Trennungskindern steigt der Mindestsatz beim Unterhalt. Abhängig vom Alter des Kindes und dem Einkommen der Eltern erhöhen sich die monatlichen Sätze in der neuen "Düsseldorfer Tabelle" um 6 bis 12€.

 

Gleichzeitig werden aber auch die Einkommensklassen reformiert, was für einige Kinder wiederum zu Einbußen führen kann. Beim staatlichen Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende, wenn der andere Elternteil seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, steigen die monatlichen Sätze um bis zu 5€.

 

VERKEHR: Abgasuntersuchung: Anders als bisher ist die sogenannte Endrohrmessung in jedem Fall Pflicht - auch wenn die elektronischen On-Board-Diagnose keine Fehler entdeckt.

 

Neuwagen müssen ab September die strengere Schadstoffklasse 6c erfüllen. Für Fahrzeuge mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 45 km/h gilt bei einer Erstzulassung ab dem 1.1.2018 die verschärfte Schadstoffnorm EURO 4.

 

VERBRAUCHERSCHUTZ: Beim Missbrauch ihrer Kreditkarte oder ihres Online-Bankings haften Verbraucher in der Regel nur noch bis zu einem Betrag von 50€.

 

Eine Ausnahme gilt nur in Fällen von grober Fahrlässigkeit. Dem Kunden muss das fahrlässiges Verhalten vom Zahlungsdienstleister nachgewiesen werden.

 

STEUERKRIMINALITÄT: Finanzämtern ist es ab 2018 erlaubt, die Kassen in Geschäften und Gastronomiebetrieben unangemeldet zu prüfen. Die sogenannte Kassen-Nachschau soll Steuerbetrug eindämmen.

 

BAUVERTRAGSRECHT: Bauherren können den Vertrag mit einem Bauunternehmer künftig innerhalb von 14 Tagen widerrufen. Zudem müssen die Bauverträge mehr Details und klare Fristen enthalten.

 

Die Baufirma muss unter anderem einen verbindlichen Termin angeben, zu dem das Gebäude fertig wird.