Erste Bilder sind von Doris angekommen.

Nur 22 Interessierte haben sich angemeldet und an der Bildungsreise Teilgenommen.

Externe Teilnehmer zahlen "nur die 550€ für die Bildungsveranstaltung." Die Buskosten übernimmt die Ortsgruppe der IG BCE für Euch. Das fällt dann unter "Werbungskosten für die IG BCE"

Vielleicht ist das ein Argument unserer Solidargemeinschaft in Zukunft beizutreten?

Programm Stand 19.05.2022

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Und das haben wir dort erlebt:

Die deutsch-französischen Beziehungen in
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Die deutsch-französischen Beziehungen in Geschichte und Gegenwart

 

Sonntag, 22.05.2022: Der Deutsch-Französische Krieg von 1870/71 Museum Gravelotte’: Das Museum ist selbsterklärend. Alle Exponate sind in F,D,GB beschriftet. Auf Schautafeln ist die Geschichte ausführlich beschrieben. Die Gründe, welche letztendlich zum Konflikt des D – F Krieges geführt haben, sind anschaulich, auch mit Hintergrundinformationen, dargestellt, ohne allzu sehr von der französischen Betrachtungsweise gefärbt zu sein. Kurze Filmische Elemente können in den jeweiligen Landessprachen angeschaut werden.

 

Besucher, welche mit Interesse und Vorkenntnissen das gesamte Museum erkunden möchten, sollten einen Zeittaufwand von 3 – 4 Stunden einplanen. Für den Durschnittsbesucher reichten die 2 geplanten Stunden durchaus.

 

 

 

Unterkunft: Les Jordin du Mass ****. Das Hotel ist hochwertig ausgestattet und verfügt über 1 kostenlosen Busparkplatz, den man jedoch nicht vorab Buchen kann. Der Parkplatz reicht für ca. 20 PKW. Das Hotel verfügt über Lift, Bar, Frühstücksraum & 2 Terrassen und ist Barrierefrei.

 

Gemeinsames Abendessen im Restaurant „Chez Mamie“, 52 Av. de la 42ÈME Division, 55100 Verdun. Bewertung: sehr üppige Portionen und qualitativ im oberen Mittelfeld. Der Preis von 29,50€ für das 3 Gängemenü, welches jeder Teilnehmer individuell zusammenstellen durfte, ist für französische Verhältnisse angemessen. Die Kosten waren im Lehrgangbeitrag enthalten.

 

 

 

Montag, 23.05.2022 Die Schlachtfelder von Verdun – Synonym für das Grauen des Ersten Weltkriegs Geführter Rundgang in Fleury, im Fort Douaumont und dem Beinhaus. Ingrid Ferrand.

 

Auf den rechtsseitigen Höhen der Maas kann man z.B. auch noch nach nunmehr 104 Jahren die Auswirkungen sehen, welche der Landschaftt durch den andauernden Atteleriebeschuss zugefügt worden war. Am ehemaligen Standort des Dorfes Fleury zeugen Bilder und Beschilderung vom Ursprungszustand. Was davon übriggeblieben ist, kann der Besucher noch heute sehen. Nicht einmal Mauerreste der ursprünglichen Bebauung sind geblieben. Krater reiht sich an Krater. Hier war ein Überleben der Kampfhandlungen unvorstellbar. Man wundert sich im -nachhinein, dass es dort Überlebende gegeben hat. Lediglich die Natur hat sich den ein oder anderen Lebensraum zurückerobert.

 

 

 

Besichtigung des Fort Douaumont. Die Festung hat in den Tagen der Kampfhandlungen 5 mal den Besitzer gewechselt. Die ersten 2 Mal sogar, ohne das ein einziger Schuss dafür abgegeben wurde. Damals als zum ersten mal ein deutscher Erkundungstrupp von ca. 30 Soldaten das fort eroberte, befand sich die komplette Besatzung von dokumentierten über 90 Mann der Landwehr Besatzung, bis auf einen beim Essen. Als dann die deutschen Soldaten im Raum standen, ergab man sich vernünftiger Weise umgehend. Damals galt unter den Offizieren noch Ehre und Ritterlichkeit als oberstes Gut. Also lud man die Eroberer erst einmal zum Essen und einem Gläschen Wein ein. Für die deutschen Soldaten, welche seit Tagen nicht als Schnee, Dreck, kalte Notrationen und Wasser erhalten hatten, war es fast wie Weihnachten. Das Problem, welches sich nun stellte: wie sag ich meinem Kommandanten, sie können mit dem Beschuss aufhören, weil wir das Fort genommen haben? Auch dafür wurde dann eine Lösung gefunden, so dass in der Folgezeit das Fort für deutsche Truppen als Lager für Mensch und Material diente. Die deutschen Besatzer habe auch unmittelbar nach Übernahme mit der Elektrifizierung und dem wohnlichen Ausbau begonnen. Das auch der Aufenthalt der Deutschen nicht von Dauer war, hat uns die Geschichte bereits gelehrt. Die französischen Soldaten haben das renovierte Fort gern zurückgenommen.

 

 

 

Jede Schlacht forderte damals unübersehbare Massen von Opfern. Diese wurde immer öfter dort bestattet, wo sie gefallen waren. Nach Ende der Kampfhandlungen 1918 wurde konsequent damit begonnen alle identifizierbaren Toten französischen Soldaten auf dem neu angelegten zentralen Soldatenfriedhof zu bestatten. Auch ein Ossarium für nicht identifizierbare Opfer wurde zum gleichen Zeitraum geplant. Da dieses Provisorium nun bald zu klein wurde das auf Anregung des Bischof Charles-Marie-André Ginisty geändert: Er beschloss, den Toten eine würdigere Begräbnisstätte und den Hinterbliebenen einen Ort für ihre Trauer zu geben. Am 22. August 1920 konnte Marschall Philippe Pétain den Grundstein für das geplante Gebäude legen. Am 18. September 1927 konnten die Gebeine aus dem provisorischen Holzgebäude überführt werden. Offiziell eingeweiht wurde das Beinhaus am 7. August 1932 durch den französischen Staatspräsidenten Albert Lebrun Das monumentale Gebäude „Beinhaus“ hat mehrere Aufgaben. Allein die hier bestattete und von Fenstern in den Außenwänden einsehbaren Masse von Gebeinen, vermittelt dem Betrachter eine Vorstellung über den Verlust der sinnlos Gefallenen Namenlosen. Bis an die Decke der räume stapeln sich hier die Gefallenen. Zuerst ist es eine zentrale französische nationale Gedenkstätte für Frankreich. Dann letzte Ruhestätte aller unbekannten Kriegstoten der umgebenen Schlachtfelder. Und zuletzt auf Grund seiner, als ein „in den Boden gerammtes Schwert“ gelungenen Bauausführung, ein Zeichen des Friedens und gleichzeitig Mahnung Diesen dauerhaft zu erhalten.

 

 

 

Mittagessen im „L'abri des Pélerins“, 1 Place Monseigneur Ginisty, 55100 Douaumont-Vaux: Beurteilung: Qualität. 7/10, Management: 4/10, (man hatte 2 Gruppen mit identischer Teilnehmerzahl als lediglich eine Gruppe beurteilt. Besonders Hilfreich bei dem Fehler war, dass die Eintreffzeit identisch angegeben war.)

 

Vauquois – Minen- und Stellungskrieg in den Argonnen Geführter Rundgang mit Vortrag in den Mienen und auf den Schlachtfeldern von Vauquois. Der Berg Vauquois war strategischer Standort: Er ermöglicht den Blick nach Verdun und Sainte-Menehould. Von hier aus konnte das Artilleriefeuer gegen feindliche Stellungen gerichtet werden. Er war daher für beide Kontrahenten begehrt. Dementsprechend stark umkämpft wurde er. In diesem Minenkrieg ging es darum, die Sprengladungen unmittelbar unter den wichtigsten Stellungen des Gegners anzubringen und dadurch den Gegner zu vernichten, vor allen jedoch diese Sprengladungen dem Gegner zu zünden. 536 Sprengungen musste der Berg über sich ergehen lassen und über 900 Versuche auf dieser Art sind dokumentiert. Die Stärkste Explosion mit knapp 60 Tonnen Sprengstoff des Typs Ammon al (Ammoniumnitrat und Aluminium, Aluminiumanteil 4% bis 25%) wurde durch deutsche Sprengmeister ausgelöst. Resultat: Fast die halbe Bergkuppe war verschwunden.

 

 

 

Ca. 60 km Tunnel sind in diesen knapp 400m hohen Hügel gegraben worden. Zuerst von französischer Seite um die D Truppen zu vernichten, mit mäßigem Erfolg. Die Antwort von D Seite war dann etwas konsequenter. Auch die Tunnel unterscheiden sich sehr stark. Frankreich, Beleuchtung mittels Taschenlampen oder anderen Leuchtmitteln. Deutschland, voll elektrifiziert, und wesentlich höhere Stollen, sowie unterirdische Unterkünfte, Krankenhaus u.s.w. fast eine kleine Stadt mit 1500 Einwohnern, welche 3 Schichtgig rund um die Uhr gegraben haben. Alles mit Hand und ohne technisches Großgerät. Das konnte auch nicht zielführend eingesetzt werden, die Gegenseite hörte mit und versuchte entsprechend einzuschreiten.

 

 

 

Die Besichtigung der Tunnel beider Seiten wurde durch Frau Ferrant geplant und ermöglicht. Taschenlampe und Kopfschutzhelm sind unabdingbar. Auf französischer Seite kann man als Person von über 1,70 nicht überall aufrecht stehen. Stellenweise ist die Höhe lediglich knapp über 1,40m. Auf Deutscher Seite waren die Bedingungen um durchschnittlich 30 cm besser.

 

 

 

Dienstag, 24.05.2022 Saint-Mihiel – Beginn und Ende der Schlacht an der Maas. Referentin: Ingrid Ferrand. Die Frontbefestigungen in Saint-Mihiel sind stark unterschiedlich. Auf französischer Seite. Gräben mit einer Tiefe von 1,50 – 2,10m Tiefe. Wandbefestigung aus Wellblech, Stabholz oder Stöcken, Balken und Sandsäcken auf der Wallkuppe. Auf deutscher Seite: Gräben mit einer Tiefe von mindestens 2,10m, Seitenwandbefestigungen fast ohne Ausnahme aus Beton, Unterstände aus Beton in geringen Abständen. Stellungen für Maschinengewehre. Dazu gesellten sich in einer Entfernung von weniger als 1km hinter der ersten Linie ein Krankenhausbunker, zu dem knapp 4m tiefe Laufgräben führten, die so breit waren, dass ohne Weiteres auch Tragen bequem transportiert werden konnten, vom Krankenhaus führte eine Pferdebahn zu einem kleinen Bahnhof einer Zahnradbahn, welche dann ins Lazarett führte. Auf französischer Seite waren solche Transportmittel eher rudimentär vorhanden und die Unterkünfte der französischen Soldaten in den Dörfern, waren von deutscher Attlerie stark in Mitleidenschaft gezogen. Hätte man sich entscheiden können, wäre die Wahl wohl auf Deutschland gefallen. Das änderte sich allerdings recht schnell mit der Teilnahme der knapp 1 Mio. Soldaten der USA von denen etwa 150000 schnell einsetzbar waren.

 

Nun ändert sich die Lage und das Ergebnis ist bekannt.

 

 

 

Straßburg: Geschichte und Politik vor Ort (Stadtführung zu Fuß)

 

Straßburg als europäisches Symbol: Von der Konfrontation zur europäischen Kooperation

 

Referent: Michel Schirck, Historiker. Flotten ‚Schrittes und mit vielen Informationen und flotten Sprüchen sowie Anekdoten gewürzt vermittelte unser Guide die Geschichte der Stadt. Die Sehenswürdigkeiten, in zeitlichen und persönlichen Zusammenhang gesetzt, machte die ganze Sache zu einem gelungenen und sportlichen Tagesordnungspunkt der im Restaurant „Schnockeloch“, 1 Quai Saint - Jean, 67000 Straßburg endete. Auch dieses Essen war für die Teilnehmer im Preis enthalten. Das gemeinsame Essen endete gegen 21:45 Uhr.

 

 

 

Mittwoch, 25.05.2022 Europäischen Parlament, Batiment Louise Weiss, Allée du Printemps, 67070 Straßburg : Der europäische Einigungsprozess und die deutsch-französische Versöhnung nach 1945. Unsere Begleitung durch das EU Parlament erläuterte die Grundlagen der Aufgaben und die Auswirkungen auf die Nationalen Parlamente und Gesetzgebungen. Dadurch sollen innerhalb der EU, für jeden der knapp 450Mio. Einwohner, Identische Rechte gelten.

 

 

 

Im Restaurant „Le Jardin de l'Orangerie“, Parc de l'Orangerie, 67000 Straßburg nahmen die Teilnehmer, ihr Mittagessen ein, auch das war incl.

 

Von dort ging es zu Fuß zum Europarat, Avenue de l’Europe, 67075 Straßburg – Vortrag und Diskussion Die Rolle des Europarats in der politischen Landschaft Europas Referent: Besucherdienst Europarat

 

 

 

Nach der Einführung in die Struktur des Europarates und dessen Institutionen fand ein Informationsgespräch mit Diskussion statt. Grund der Gründung durch die 10 Gründungsmitglieder am 5.5.1949 Er soll dazu beitragen, dass die Demokratie gestärkt und die Menschenrechte durchgesetzt werden. Auch ging man davon aus, dass Demokratien, welche die gleichen Standards verinnerlichen, wahrscheinlich keinen Krieg gegeneinander führen werden.

 

 

 

Heute gehören 47 Staaten dem Rat an. Der Europarat hat drei wichtige Organe: Ein Ministerkomitee, in dem die Außenminister/innen der Mitgliedsstaaten beraten, sowie eine Parlamentarische Versammlung, in der Abgeordnete aus den nationalen Parlamenten der Mitgliedsstaaten zusammenkommen, sowie den Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

 

 

 

Der Europarat kann keine Gesetze erlassen. Seine Versammlungen geben Empfehlungen und Entschließungen. Allerdings kann der Europarat im Gegensatz zur Europäischen Union, Mitglieder ausschließen, wogegen die EU finanzielle Entscheidungen zum Vorteil als auch zum Nachteil bescheiden kann. Ein Ausschluss ist ein 2 Schneidiges Schwert. Zuerst ist der angekündigte Ausschluss ein starkes Zeichen einer Demokratie Fehlverhalten vor Augen zu führen und Abhilfe zu veranlassen. Jedoch kann das auch von effektiv autokratischen Staaten, dazu genutzt werden die Regeln, welche sie durch die Regeln des Europarates an der Machtausübung hindert, aufzuheben und ihr Volk zu unterdrücken.

 

 

 

Zuletzt hat Russland durch den Selbst erklärten Austritt, genau diesen Schritt vollzogen. Das hat dazu geführt, dass im russischen Parlament bereits für einige, an den Haaren herbeigezogene Straftatbestände, die Todesstrafe gefordert wird.

 

 

 

Die Teilnehmer stellten entsprechend fest: Der Rat hat keine absolut wirksame Möglichkeit einen „unwilligen Staat“ zum Einlenken zu bewegen, wenn dieser den Prestigeverlust nicht fürchtet. (Papiertiger).

 

 

 

Donnerstag, 26.05.2022: Die Maginot-Linie: Stählernes Zeugnis eines unfriedlichen Europas – Mahnmal für die Zukunft. Fort de Schoenenbourg, 67250 Hunspach. Führung durch die Festung

 

Referent: Besucherdienst Fort de Schoenenbourg.

 

Das Fort war bei der Planung als auch der Eröffnung das modernste Gebäude der gesamten Umgebung, Voll elektrifiziert, Heizung, Fließendes Wasser, Belüftung mit Schadstofffilter. Bahnschienen für den inneren Transport. Unterkünfte mit gefederten Betten. Ein, zwar sehr kleines, Krankenhaus. Das Ganze sogar für bis zu 3 Monate völlig Autark.

 

Über die Ausstattung sind bereits Bücher geschrieben worden, deshalb kann an dieser Stelle darauf Verzichtet werden.

 

Damit Endete das Seminar mit der Seminarauswertung.

 

erstellt: Ulrich Kürpick

 

 

 

Das asg-Bildungswerk NRW ist entsprechend § 11 des AWbG NRW als Einrichtung der Arbeitnehmerweiterbildung anerkannt (Bezirksregierung Köln, Aktenzeichen „Az.: 48.06-44/12-AwbG“). In NRW werden nicht einzelne Seminare anerkannt, sondern ausschließlich der Veranstalter. Demzufolge sind die Veranstaltungen dieses Veranstalters als Bildungsurlaub anerkannt, die Teilnehmenden bekommen vom Veranstalter eine entsprechende Bescheinigung. Nach § 11 Abs. 4 des Hessischen Gesetzes über den Anspruch auf Bildungsurlaub gilt in diesem Kontext: „Bildungsveranstaltungen, die auf Grund von in anderen Bundesländern bestehenden Rechtsvorschriften zur Freistellung von Beschäftigten zum Zwecke der Weiterbildung anerkannt sind, gelten als nach diesem Gesetz anerkannt, wenn sie den Anforderungen des § 1 Abs. 2 bis 5 genügen und darüber hinaus die Voraussetzungen des § 12 erfüllen. Hierüber hat der Veranstalter den Beschäftigten eine schriftliche Bestätigung zu erteilen.“ Demzufolge ist eine spezifische Anerkennung unserer Seminare nicht notwendig.

 

1. Kriterien für Geimpfte

Als geimpft gelten alle, die mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff geimpft sind. Außerdem gilt:

  • Die letzte Dosis der Grundimmunisierung (zwei Impfungen) muss mindestens 14 Tage her sein.
  • Die letzte Dosis der Grundimmunisierung darf nicht länger als 270 Tage zurückliegen.
  • Damit das Impfzertifikat gültig bleibt, muss eine Auffrischungsimpfung innerhalb von 270 Tagen nach Zweitimpfung erfolgen. Wie lange die Auffrischungsimpfung gilt, legen die neuen EU-Regeln nicht fest, da es dafür noch keine ausreichenden wissenschaftlich Erkenntnisse gäbe.